Mal einfach draußen!

… sagt Yo Rühmer in ihrem gleichnamigen Buch. Wie schon im Beitrag zuvor erwähnt, erzähle ich euch heute ein wenig über das Buch.

Einfach draußen malen, das mache ich seit vielen Jahren schon. Seit 2018 bin ich dadurch so zum Urban Sketching gekommen und setze nun auch viel mehr Farbe ein (meine vorherigen Bilder waren meist nur Bleistiftzeichnungen). Und letztes Jahr malte ich auch viel mit Gouache draußen. Aber mit Öl draußen malen, das wollte ich schon vor genau 1 Jahr! Doch wie anfangen und was muss man alles mitnehmen? Darüber hatte ich mir schon einige Gedanken gemacht und viel im Internet gestöbert. Endlich gibt es aber ein Buch, das alles vereint: draußen und in Öl malen (und das ganze gibts auf deutsch)!

Als ich die Bilder von Yo zum ersten Mal gesehen habe, war ich total begeistert! Sowas wollte ich auch machen: Bilder draußen mit einer Staffelei und in „kurzer“ Zeit malen. Es waren keine perfekten Ölbilder, die sauber und detailiert sind, aber dennoch solche, die man sich an die Wand hängen würde. Durch die begrenzte Zeit sind lockere Bilder entstanden, die Raum für den Betrachter geben. Solche Bilder mag ich ja ganz gerne. Wer will schon perfekte Bilder? Dann könnte man das ja auch fotografieren! Und da ich draußen ohnehin schon gerne male, ist es für mich nur logisch, dass mich diese Bilder ansprechen.

Draußen zu Malen bedeutet für mich: Die Umgebung genauer wahrnehmen und zwar mit allen Sinnen. Herunterkommen vom Alltag und sich vom Bild treiben lassen. Das reine „Abmalen“ des Motives, welches man vor sich hat, lässt mich in meine eigene kleine Welt tauchen. Ich sehe die Farben, denke aber nicht nach.

Das ist auch das, was Yo empfiehlt: Während des Malens nicht darüber nachdenken, was man malt. Nur, das was „Mittelpunkt“ des Bildes ist, kann auch detailierter gemalt sein, vieles kann aber auch angedeutet werden. So muss man z.B. kein Auto malen, sondern nur einen „roten Punkt“ und dennoch versteht man als Betrachter, dass dies ein Auto ist.

Das Buch ist „leicht“ zu lesen, das heißt, dass es kein typisches Sachbuch ist. Yo erzählt zu Beginn des Buches aus eigenen Erfahrungen und was Pleinairmalen ist und warum es Menschen gibt, die das machen. Das macht das Werk nicht „so trocken“ wie andere Sachbücher. Ich finde, man kommt sofort gut ins Thema und ich habe das Buch kaum zur Seite gelegt. Es gibt viele Tipps, sogar einige Bauanleitungen für eine eigene Staffelei, natürlich zahlreiche Bildbeispiele und Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind ebenfalls enthalten.

Einen Einblick ins Buch könnt ihr auf der Webseite von Yo erhalten:

Pleinairbuch

Und das sind die Bilder, die ich gesehen habe, die mich so faszinierten:

Wahrscheinlich sind die Bilder mir so im Kopf geblieben, dass ich kürzlich diese Meeresmotive gemalt habe: Sommerliche (Mini-) Ölbilder. Im Gegensatz zu meinen Bildern wirken diese aber natürlicher. Daran muss ich wohl noch arbeiten. 😀

Aber genug erzählt, ich stöbere noch etwas im Buch und dann muss ich raus zum Malen! (Das Buch motiviert mich wirklich endlich anzufangen! Gut gemacht, Yo!)

Ein Kommentar

  1. Ah das Buch hatte ich in meiner Bibliothek auch mal in der Hand, aber Öl ist so gar nicht meins.

    Es ist aber ein wirklich ausführliches Buch und die Künstlerin hat wundervolle Werke draußen gemalt.

    Viel Spaß draußen! Ich bin gespannt auf die Ergebnisse.

    Viele Grüße Moony

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